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Griechische Gemeinde Frankfurt & Umgebung

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Geschichte

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Chronik der Gemeinde

 

 Nach der Enzyklopädie „Wikipedia“, einige Historiker glauben, auf dem Gebiet der Stadt Frankfurt habe sich in vorchristlicher Zeit die griechische Stadt Helenopolis befunden, die zerstört wurde und erst im frühen Mittelalter als Frankfurt wieder aufgebaut wurde.

Die ersten griechischen Einwanderer, die damals vor ca. 45 Jahren nach Frankfurt kamen – für kurze Zeit, wie alle damals glaubten – wollten einfach ein eigenes Treff organisieren, ein Versammlungsort in der Fremde. Einen Ort  in dem sie sich treffen können, ihre Probleme miteinander besprechen können, sich miteinander in ihrer Sprache unterhalten, ein Tavli spielen und einen griechischen Kaffee zu trinken.

Die „Neue griechische Gemeinde Frankfurt am Main“ Empfang19wurde am 15. Dezember 1964 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren die Herren: P. Metaxas, N. Michalopoulos, K. Gasteratos, D. Moustakas, V. Moustakas, N. Petrimbis und N. Rovas.

Die Gründungsversammlung hat Herr N. Michalopoulos zum Vorsitzenden und Herrn D. Moustakas zum Kassenwart gewählt. Die erste ordentliche Vollversammlung zur Wahl eines neuen Vorstandes und zur Satzungsänderungen fandt am 22. Juli 1967 in den Räumen des DGB - Frankfurt mit 158 stimmberechtigten Mitgliedern statt. Die Vollversammlungsleitung leiteten die Mitglieder : G. Michalakis, P. Krikelas, I. Stefanis und E. Darlamitros. Es sind Satzungsänderungen betreffend der Mitgliedschaft, des aktiven und passiven Wahlrechts und den Mitgliedsbeitrag beschlossen worden. Der monatliche Mitgliedsbeitrag wurde auf 0,50 DM festgesetzt und eine Anmeldegebühr von 10.- DM eingeführt. Die Wahl für den siebenköpfigen Vorstand wurde mit einem Wahlzettel und 18 Kandidaten durchgeführt. Gewählt haben 215 Mitglieder und die Wahlkommission wurde von den Mitglieder J. Michalakis, P. Krikelas, J. Stefanis und E. Darlamitros bestellt. Folgende sieben Kandidaten wurden zum Vorstand gewählt : Vorsitzender T. Delipetros, stellvertretender Vorsitzender A. Moukas, Schriftführer N. Mandilaras, Kassenwart J. Stassinopoulos und J. Kyriakou, G. Stathopoulou und S. Nikiphorakis als Beisitzer.

Am 24. Juli 1967 haben der damalige Vorsitzende Herr T. Delipetros und der Schriftführer Herr N. Mandilaras den Antrag zur Aufnahme der Gemeinde in den Verband griechischer Gemeinden in der BRD und West Berlin als ordentliches Mitglied gestellt. Die Mitgliederzahl der griechischen Gemeinden war bis zu diesem Zeitpunkt 215. (Der Verband der griechischen Gemeinden in der BRD und West Berlin – OEK – hat sich im Jahre 1965 gegründet und wird ab 1982 als eingetragener Verein geführt.) Die Unterzeichnung des Mietvertrages mit dem evangelischen Gemeindeverband am 29. Februar 1968 für die Nutzung der Baracken in der Brentanostraße 21 – 25 als Gemeindetreff, war der Anfang einer organisierten Gemeindearbeit und ist bis heute in verschiedenen Orten Frankfurts fortgesetzt worden. Am 6. September 1968 war die erste Vollversammlung in den eigenen Räumen in der Brentanostraße und die Wahl des Vorstandes. Anwesend waren 68 Mitglieder. Für die Vollversammlungsleitung wurden gewählt die Herren S. Delegas, T. Spanidis und Antonakopoulos. Diese Vollversammlungsleitung trat geschlossen zurück, weil sie mit der zeitlichen Abfolge der Vollversammlung nicht einverstanden war. Die Vollversammlung wählte als neue Leitung die Herren  S. Antiochos, A. Kalenis und T. Gavriilidis. Parallel folgte die Aufnahme von neuen Mitgliedern. Eine Wahlkommission bestehend aus den Herren D. Delipetros, A. Kalneis, T. Gavriilidis, E. Tzinivits und D. Kalathas haben die Wahlen mit einer Wahlliste durchgeführt. Es haEmpfang53ben 107 Mitglieder gewählt. In den siebenköpfigen Vorstand wurden folgende Herren gewählt: Vorsitzender T. Delipetros, stellvertretender Vorsitzender G. Mpoussalis, Schriftführer J. Stasinopoulos, Kassenwart J. Ioannou und S. Nikiphorakis , D. Giakoumelos und L. Gerodimou als Beisitzer. Als Revisoren wurden gewählt: E. Darlamitsos, P. Koulouris und A. Mitroussis. Die Vollversammlung hat die Einführung von Mitgliedsausweisen beschlossen. Mitgliederausweise werden gedruckt.

Am 19 Oktober 1969 würde die Jahresvollversammlung mit Vorstandswahlen und Satzungsänderungen bzw. Ergänzungen durchgeführt. Die Herren G. Massalas, S. Alexiou und A. Koulouris wurden in den Vorstand gewählt und die Herren T. Delipetros und J. Joannou haben den Vorstand verlassen. In die Satzung wurden Artikel zur Mitgliedschaftsbeendigung, zu Vorstandswahlen und der Gemeindeauflösung aufgenommen.  Am 30. Januar 1972 wurde eine Vollversammlung mit Vorstandswahlen durchgeführt. Neu im Vorstand wurde Herr D. Vassilios aufgenommen, der auch den Vorsitz übernahm. Gleichzeitig wurden Satzungsänderungen, welche die Zuständigkeiten des Vorsitzenden und des Vorstandes betrafen, beschlossen (§ 26).

Am 10. März 1974 wurde die Vollversammlung mit Vorstandswahlen abgehalten und folgende Mitglieder traten in den Vorstand : Vorsitzender P. Karagiannidis, stellvertretender Vorsitzender E. Ioannou, E. Sthais , G. Mpousala und T. Darlamitsos als Beisitzer. Den Vorstand verließ Herr V. Dimitrios. Dabei wird der Umzug der Gemeinde in die Gutleutstraße 327 – 329 organisiert.

Am 8. August 1974 gibt  die Gemeinde eine Presseerklärung ab in der sie die Invasion auf Zypern verurteilt und jegliche Gewalt zwischen Griechen und Türken auf Zypern und in Deutschland. Siehe auch den Artikel in der Frankfurter Rundschau. Am 8. März 1975 nimmt die Gemeinde aktiv an der Demonstration gegen die Besetzung Zyperns teil. (Diese Demonstration wurde von dem Koordinierungsausschuß der Zypriotischen Studenten Aachen, der Asta der Frankfurter Fachhochschule und den Jugendorganisationen, der griechischen politischen Parteien: des EDIN demokratischen Zentrums, der PASOK Panhellenische Sozialistische Bewegung, der KNE kommunistische Partei und Rigas Phereos Eurokommuniksten organisiert).

Empfang56Am 7. Dezember 1975 wurde die Vollversammlung mit Vorstandswahlen durchgeführt. Geleitet wurde die Voll-versammlung von den Herren Vorsitzender T. Gavriilidis, Z. Papadimitriou und T. Trimis als Beisitzer. In den Vorstand wurden neu gewählt als Vorsitzender T. Trimis, stellvertretender Vorsitzender Z. Papadimitriou, Schriftführer C. Kefalidis, Kassenwart D. Mpoumpas, C. Tzevelekos, G. Mylonas und A. Mirophoridou als Beisiter. Den Vorstand verließen Herr Karajannidis und Frau Ioannou.

Es folgt ein Protestschreiben der Gemeinde an die griechische Regierung wegen der gering ausgefallenen Strafen für die verantwortlichen Obristen der Militärdiktatur. Wie bekannt war die Gemeinde von der ersten Stunde an gegen die Militärdiktatur. Die Gemeinde öffnet sich an alle politischen Kräfte der Frankfurter Griechen und versucht die Gemeindearbeit neu zu organisieren, denn in der Heimat ist die Demokratie wieder hergestellt.

Am 28. Januar 1978 wurden in der Vollversammlung mit den Vorstandswahlen folgender Vorstand gewählt : Vorsitzender A. Weys –Kamnarolkos, stellvertretender Vorsitzender E. Karozas, Schriftführer  K. Vrazalis , Kassenwart G. Georgalas. Den Vorstand verließ Herr T. Trimis.

Am 9. März 1979 wird eine Satzungsvollversammlung durchgeführt und beschließt eine neue Satzung zu erarbeiten und den Namen der Gemeinde in „Griechische Gemeinde Frankfurt am Main und Umgebung“ zu ändern. Die Gemeinde zieht in neue Räume in die Mainzer Landstraße 124.

Im März 1982 wird der Arbeitskreis Jugend konstituiert  unter der Leitung von Frau K. Karoza, Frau L. Janoulaki, Frau S. Vassilis, Herrn D. Papachristopoulos, Frau A. Koulouri und Herrn N. Gatidis. Im gleichen Jahr wurde die Jugend-Musikgruppe mit fol-genden Teilnehmern gegründet: G. Gerassimos, A. Karozas, A. Fatzalidis, N. Gatidis, E. Littau, M. Tzotzos, A. Kefalidou, I. Kefalidou, V. Chatzivassios, L. Tsilkojanni, K. Giagos, A. Georgiadou und A. Kankeleit. Im Jahre 1983 kaufte die Gemeinde die Musikinstrumente für die Musikgruppe. Der Arbeitskreis der Jugend wurde auf verschiedenen Gebieten aktiv. Er organisierte griechische Abende, Filmvorführungen, Erste Mai Veranstaltungen, Gespräche und Lesungen mit griechischen Literaten, Gedichtlesungen und Musikveranstaltungen sowie Solidaritäts- Veranstaltungen mit Höhepunkt das Festival der Migranten Jugend.  GG-Tautotita melous 1968-2

1982 beantragt die Tanzgruppe schriftlich die Aufnahme in die Gemeinde. Das war die erste Tanzgruppe unserer Gemeinde. Seitdem sind ununterbrochen die Tanzgruppen der verschiedenen Altersgruppen fester Bestandteil der Gemeinde. Die Tanzgruppen treten auf zahlreichen öffentlichen städtischen Veranstaltungen auf und nehmen an Tanzfestivals teil.

Folkshochschule-Glesos-1987Am 3. September 1986 wurde unter der Schirmherrschaft der Gemeinde der Koordinierungskreis (TOE) für die freie öffentliche Universität (EAP) Zentral- Europa (Deutschland und Berlin West) gegründet. Am 2. Februar 1987 begann die freie – öffentliche Universität mit ihrem Programm. Am 18. Januar 1991 unter dem Vorsitz des Herrn G. Thomaidis und des Schriftführers Herrn J. Kyriakou wurde zum ersten mal der Vorstand der „Griechischen Gemeinde Frankfurt am Main / Hessen“ schriftlich zu einem Gespräch mit dem Thema, Zusammenarbeit und Vereinigung der zwei griechischen Gemeinden in Frankfurt, eingeladen.

Am 20. – 22. Mai 1994 nahm unsere Gemeinde mit allen anderen griechischen Vereinen in Frankfurt an dem ersten Festival griechischer Volkstänze, welches vom Verein der Griechen aus Kastoria initiiert wurde, teil.

Am 30. April 1995 wurden Vorstandswahlen durchgeführt und es haben 267 Mitglieder gewählt. Am 06 – 14. Mai 1995 hat die Gemeinde an den „griechischen Kulturtage 1995 in Frankfurt“ teilgenommen und war ständiges Mitglied beim Organisationskomitee.

Am 2. Dezember 1995 begann erneut die freie- öffentliche Universität (EAP) in Frankfurt ihre Arbeit fortzuführen. Am 8.– 31. Mai 1997 nahm unsere Gemeinde an dem griechischen Kulturmonat 1997 in Frankfurt teil. Diese Kulturveranstaltungen wurden im Rahmen des Programms der „Europäischen Kulturhauptstädte“ der Stadt Thessaloniki gewidmet, welche dieses Titel im Jahre 1997 inne hatte. Es haben an diesen Veranstaltungen 32 Gemeinden und Vereine von Frankfurt und Umgebung teilgenommen.

1997 bei den Kommunalwahlen in Frankfurt dürften die Griechen zum ersten Mal, als EU-Bürger, wählen und gewählt werden. 3 Griechen werden als Stadtverordnete im Stadtsparlament und 1 als Ortsbeiratmitglieder gediadilosiwählt. Bei den Kommunalwahlen 2001 werden wieder 2 Stadtverordnete und 2 Ortsbeiratmitglieder gewählt und 2006 sind die Griechen mit 3 Stadtverordnete und 2 Ortsbeiratmitglieder an die gewählte Gremien dabei.

Im Dezember 1999 wurde der Guide der griechischen Handwerker, Freiberufler und Unternehmer in Hessen und Rheinland-Pfalz unter Beteiligung der Gemeinde herausgegeben.

Vom 1. November bis 2. Dezbember 2000 hat unsere Gemeinde an den „Griechischen Kulturtagen 2000 in Deutschland“ teilgenommen, welcher unter der Schirmherrschaft des General-Sekretariats für Auslandsgriechen stand. Die Gemeinde nimmt ununterbrochen an Kongressen des Verbandes der griechischen Gemeinden in Deutschland teil.

Im Rahmen der Buchmesse 2001, Griechenland war das Gastland, die Gemeinde in Zusammenarbeit mit VHS schreibt ein literarisches Wettbewerb „Griechische Frankfurter/ Frankfurter Griechen schreiben“ aus. Den ersten Preis gewann Herr Kaisar Petanides, mit seine Erzählung „Der typische Grieche“.

Seit 1978 – 1979 wirkt im Rahmen unserer Gemeindearbeit eine aktive Frauengruppe, ohne deren tatkräftiges ehrenamtliches Engagement unsere Gemeinde ärmer wäre. Die schon erwähnte Jugendgruppe mit Musik, Tänzen, Diskussionen, Film Vorführungen usw. ist bis heute aktiv und zu Zeit sind in den verschiedenen Gruppen über 100 Kinder und Jugendliche aktiv.  Seit 2003 unterhält die Gemeinde eine Seniorengruppe, welches mit der Betreuung unserer Mitglieder der 1. Generation beschäftigt.

Das 40. Jubiläum der Griechische Gemeinde am 2004 wurde unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin von Frankfurt Frau Petra Roth mit einer 2tägigen Folklore Festival mit Musikveranstaltungen, Vorträge und zum Abschluss mit einen Empfang am Römer, gefeiert.

Die Gemeinde wirkt in allen internationalen Zusammenschlüssen und Initiativen mit und arbeitet in allen politischen Feldern mit den kommunalen Einrichtungen, vor allem Sozial- Jugendamt und das AMKA, zusammen.

Die griechisch Gemeinde Frankfurt am Main und Umgebung ist zur Begegnungsstätte aller Grieche n in Frankfurt und der Frankfurter Vororte geworden. Sie ist nicht nur ein Treff für Kaffee und Unterhaltung, sondern auch das Zentrum für Kulturveranstaltungen zur Bewahrung von Traditionen und Bräuchen, die Weitergabe der griechischen Sprache, griechischen Musik und Tänze an die kommende Generation. In den Räumen der Gemeinde treffen sich alle Generationen und alle Bürger unserer Stadt, Deutsche und Migranten.

 

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